Dieser Bei­trag erschien am Funken im Jahr 2014 und wird hier unver­än­dert wie­der­ge­ge­ben

1. Die not­wen­di­ge Selbst­auf­lö­sung des NW

Seit eh und je lebt das natio­na­le Lager von Impul­sen, die von außer­halb der Szene kommen. Sub­kul­tu­ren kommen auf, werden geka­pert und leicht ver­än­dert und assi­mi­liert. Selbst die Skin­head­sze­ne, die auch heute noch auto­ma­tisch mit „rechts“ asso­zi­iert wird, war ein sol­cher „extra-sze­ni­scher Impuls“, der vom natio­na­len Lager ledig­lich mit Ideo­lo­gie ver­bun­den, aber sti­lis­tisch nicht ver­än­dert wurde.

Einzig der klas­si­sche Schei­tel- und Zim­mer­mans­ho­sen­stil kann als ori­gi­när gelten. Er wurde fol­ge­rich­tig auch nie mas­sen­taug­lich (wenn man von der Beliebt­heit gewis­ser Hip­ster­fri­su­ren einmal absieht). Die Auf­nah­me von Ele­men­ten des Punks, und der Auto­no­men Szene bestimm­ten die letz­ten Jahr­zehn­te und fanden im schwar­zen Block der AN ihren Höhe­punkt. Heute kün­digt sich mit der Figur des „Nips­ter“ eine neue Welle an, die nichts ande­res ist als eine wei­te­re Adap­tie­rung der Szene an die immer rascher wech­seln­den Mode­strö­mun­gen der spät­ka­pi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaft. Dieser immer rasche­re Wech­sel der Klei­dungs- und Gra­fik­sti­le hat in den poli­ti­schen Zusam­men­hän­gen keinen ande­ren Effekt als in der Gesell­schaft selbst. Er ver­deckt über seinen bunten und stän­di­gen Wech­sel die Tat­sa­che, dass es im Grunde immer um das­sel­be geht, dass man auf der Stelle tritt. Wie die dröge Glo­bal­ma­schi­ne­rie des Kapi­ta­lis­mus uner­müd­lich im selben Takt wei­ter­stampft und die gesam­te Mensch­heit auf das Basis­ni­veau einer dump­fen hedo­nis­ti­schen Arbeits­mo­na­de zieht und dabei mit stän­dig neuen Shows, Filmen, Moden, Szenen, Spie­len, Trends und Events Viel­falt und Span­nung vor­täuscht, so blieb auch unter den zig Image­wech­seln der Szene, die Ideo­lo­gie und Stra­te­gie immer die­sel­be. Zumin­dest bis zum Auf­kom­men der iden­ti­tä­ren Kritik.…

Es soll in diesem Text aber nicht um eine Stil­be­ra­tung gehen, noch will ich darin die Unfä­hig­keit besag­ter Kreise, einen eige­nen Stil zu prägen, anpran­gern. Ich möchte darin eine Ten­denz auf­zei­gen, die ich als sehr bedenk­lich erach­te und die in den letz­ten Jahr­zehn­ten im außer­par­la­men­ta­ri­schen, natio­na­len Lager sehr stark gewor­den ist.

Die eigene ideo­lo­gi­sche Erstar­rung, die wir hier bereits aus­gie­big kri­ti­siert haben und die vor allem auf eine Ver­wechs­lung von Theo­rie und Pro­pa­gan­da zurück­zu­füh­ren ist, machte die Szene beson­ders anfäl­lig für ideo­lo­gi­sche Fremd­ein­flüs­se. Mit dem Stil wurden auch immer bestimm­te Ideo­lo­gie­bro­cken, Paro­len­fet­zen und Stra­te­gie­frag­men­te über­nom­men, die all­mäh­lich mit der eige­nen Ideo­lo­gie ver­kleis­ter­ten. In diesem Text soll vom Kult um den „eige­nen Block“ und die „befrei­te Zone“ die Rede sein. Es geht um die Fas­zi­na­ti­on der Mili­tanz, den Neid auf die Antifa, den auto­no­men Lebens­stil und ACAB. Und es geht darum, dass all das nicht unse­rem Wesen ent­spricht und einer echten revo­lu­tio­nä­ren Bewe­gung im Wege steht.

1.2 Eine kurze Geschich­te des NW


Man kann dem Impuls, der aus der Skin­head-Szene ins natio­na­le Lager stieß viel vor­wer­fen, doch er hatte zumin­dest keinen unge­woll­ten Ein­fluss auf dessen Stra­te­gie. Seit Kühnen, der als Begrün­der des  NW, wie wir ihn kennen. gelten kann, blieb es das Ziel, über poli­ti­sche Agi­ta­ti­on, die aus geord­ne­ten Auf­mär­schen und Macht­de­mons­tra­tio­nen bestand, das Volk auf die eigene Seite zu ziehen. Dass dabei der Mix aus Glat­zen und Schei­tel nicht hilf­reich war, liegt auf der Hand.

Das poli­ti­sche Ziel, das Volk als revo­lu­tio­nä­re Masse auf die eigene Seite zu ziehen blieb aber klar und gerade das gran­dio­se Schei­tern daran schuf einen Nähr­bo­den für frucht­ba­re Selbst­kri­tik. Diese ver­lief in 3 Phasen und erreicht heute mit der iden­ti­tä­ren Kritik ihren Zenit, der die Abwick­lung des NW zuguns­ten Deutsch­lands und Euro­pas bedeu­tet.

Die 3 Wellen der Kritik

Als erste Welle der Kritik kann man, nach den Zer­schla­gun­gen der in Aufbau und Stil der SA nach­emp­fun­de­nen natio­na­len Grup­pie­run­gen das Kon­zept der „freien Kame­rad­schaf­ten“ sehen. Von  dem Ziel, eine ein­heit­li­che Gruppe, mit einem Symbol, einer Uni­form und mit einer klaren, zen­tra­len Füh­rungs­per­son auf­zu­bau­en, rückte man ange­sichts der Repres­si­on ab. Statt­des­sen ent­stan­den hun­der­te kleine, unab­hän­gi­ge freie Grup­pen, die unter wech­seln­den Namen und Bünd­nis­sen, den Ermitt­lungs­be­hö­ren sicher­lich mehr abver­lang­ten. Man wollte eine Orga­ni­sa­ti­on ohne Orga­ni­sa­ti­on  schaf­fen, einen Wider­stand mit einer Faust aber ohne Gesicht und stand der Idee „der Partei“, die in der ersten Phase des Neo-NS abso­lut domi­nie­rend war, kri­tisch gegen­über. Man brauch­te keine „Aufbau-Orga­ni­sa­tio­nen“, keine hierhar­chisch geglie­der­ten Netz­wer­ke, keine ille­ga­len NSDAPS und fik­ti­ve Gau­lei­ter mehr. Codes, erste typi­sche Szene-Kla­mot­ten, Fahnen und Sym­bo­le ersetz­ten die gemein­sa­me Uni­form, die von Anhän­gern des alten, ersten Kühnen-Weges bis zuletzt in einer naiven Stur­heit hoch gehal­ten wurde.
Theo­re­tisch-ideo­lo­gisch war aber bei den freien Kame­rad­schaf­ten alles beim Alten geblie­ben, ja im Gegen­teil: in einer Abgren­zung zu Küh­nens, teils an Röhm ori­en­tier­ten Natio­nal­bol­sche­wis­mus, bil­de­te sich eine stär­ke­re Bezug­nah­me auf den „ortho­do­xen NS“ ein Hit­le­ris­mus, der vor allem vom auf­kom­men­den Rechts­rock getra­gen wurde (soweit ich mich noch erin­ne­re, gab es kaum jemals ein posi­ti­ves Lied zu Ernst Röhm). Der Weg­fall einer ideo­lo­gi­schen Zen­tra­le und einer ein­heit­li­chen Orga­ni­sa­ti­on brauch­te als Kitt des Ganzen einen star­ken Mythos.

Diese erste Welle der Kritik hatte sich also haupt­säch­lich auf die stra­te­gi­sche Frage der Orga­ni­sa­ti­on und dem damit ver­bun­de­nen ein­heit­li­chen Auf­tre­ten ein­ge­schos­sen. Die, nun auf lokal-kame­rad­schaft­li­cher Ebene, aus­ge­üb­ten Tak­ti­ken des Akti­vis­mus und die Theo­rie in der Tra­di­ti­on des NS, blie­ben aller­dings unver­än­dert.

Das Kon­zept der freien Kame­rad­schaf­ten konnte auch gewis­se „Erfol­ge“ erzie­len. Diese belie­fen sich, wie in diesem Arti­kel abge­han­delt, im Grunde nur auf die eigene Stel­lung als poli­ti­sche Klein­grup­pe, die man gegen die Feinde von Außen; Repres­si­on und Antifa und die Feinde von Innen; Depres­si­on, Apa­thie und Alko­ho­lis­mus, erbit­tert ver­tei­dig­te. Mit dem Ver­lust einer gemein­sa­men Zen­tra­le und weni­ger Füh­rungs­fi­gu­ren, verlor sich auch jede lang­fris­ti­ge und umfas­sen­de Stra­te­gie bald im begrenz­ten Denk­ho­ri­zont der „eige­nen Stadt“ in der man „aktiv“ werden wollte. Und genau hier, in der 2. Phase des natio­na­len Lagers liegen die ersten Wur­zeln des „Block­den­kens“, das in diesem Arti­kel einer radi­ka­len Kritik unter­zo­gen werden soll.

Doch zuvor gilt es noch die „zweite Welle der Kritik“ zu ana­ly­sie­ren. Diese fand vor allem im Rahmen der auto­no­men Natio­na­lis­ten statt und rich­te­te sich scharf gegen den Skin­head- und Schei­teltkult der sich in den freien Kame­rad­schaf­ten erhal­ten hatte. Das Kon­zept der vielen unüber­schau­ba­ren Klein­grup­pen wurde bei­be­hal­ten, nun wurde aber auch die lokale Taktik, das Auf­tre­ten einer Kritik unter­zo­gen.

Das mar­tia­li­sche Auf­mar­schie­ren, der Kult des offe­nen poli­ti­schen Sol­da­ten wich der Idee des Mobs, des schwar­zen Blocks der mili­tan­ten Kapu­zen-Großtadt­gue­ril­la kün­dig­te sich als neue Figur an. Wieder war dieser zwei­ten Welle eine Ent­täu­schung über man­geln­den Erfolg vor­an­ge­gan­gen. Man wollte auf Demos nicht mehr, auf­recht aber passiv, fah­nen­schwen­kend und trom­melnd ein­ge­kes­selt werden, man wollte nicht für eine falsch ver­stan­de­ne Tra­di­ti­ons­pfle­ge auf die moder­ne „Cool­ness“ diver­ser Jugend­sze­nen ver­zich­ten.
Alles in allem war diese zweite Welle vor allem eine radi­ka­le Kritik an der akti­vis­ti­schen Taktik, der Sym­bo­lik und dem Auf­tre­ten, bei dem der maß­geb­li­che Stil­im­puls von der Antifa kam.

Riot, Van­da­lis­mus, knall­bun­te Gra­fi­ken, Rap, Black Block — all das wurde von einer neuen, jün­ge­ren Genera­ti­on des Wider­stands begeis­tert auf­ge­grif­fen. Die Bom­ber­ja­cken wurden end­gül­tig ein­ge­mot­tet, Stie­fel wichen Snea­kers und tat­säch­lich ent­stan­den einige Initia­ti­ven und Aktio­nen, deren Stil und „Cool­ness“ keinen Ver­gleich zu scheu­en braucht.
Mit den Spre­e­lich­tern erreich­te diese 2. Welle, in der erst­mals auch das Auf­tre­ten, die Akti­ons­for­men, die Spra­che und Sym­bo­lik ver­än­dert wurden, ihren Zenit und schöpf­te ihr volles Poten­ti­al aus.

Doch ein Bereich, der nach wie vor unan­ge­tas­tet geblie­ben war, war Theo­rie und Ideo­lo­gie. Natio­nal­re­vo­lu­tio­nä­re Strö­mun­gen, die gerade von dieser neuen jungen Akti­vis­ten­ge­nera­ti­on, die zeit­ge­mä­ße Paro­len wie gegen „Krieg und Glo­ba­li­sie­rung, gegen Umwelt­ver­schmut­zung, Tier­ver­su­che, etc.“ kurz ver­stärkt wurden, hiel­ten sich nicht lange und wurden oft mit einem noch stär­ke­ren Hit­le­ris­mus gekon­tert. Wie wir es in einem ver­gan­ge­nen Arti­kel fest­ge­hal­ten haben:

„Hier sieht man wieder einmal, dass es dieser Strö­mung an jeder erst­haf­ten Theo­rie man­gelt, dass ihr Kopf noch Jahrz­en­te zurück, im dog­ma­ti­schen Firn hängt, wäh­rend die Beine ver­su­chen im akti­vis­ti­schen Tango die Poli­zei aus­zu­tan­zen. Im NW wird Pro­pa­gan­da mit Theo­rie ver­wech­selt, Stra­te­gie mit Taktik und eine ideen­ge­schicht­li­che Plan­lo­sig­keit mit ideo­lo­gi­schem Dog­ma­tis­mus kompensiert. „

Diese geis­ti­ge Atro­phie, diese Ver­stei­ne­rung bestimm­ter Begrif­fe und Kon­zep­te, diese will­kür­li­che und anma­ßen­de Gleich­set­zung des NS mit unse­rer gesam­ten Tra­di­ti­on, unse­rer Iden­ti­tät und allen Wider­stands gegen ihre Abschaf­fung, waren und sind es, in dem die Phase-2-NWler das System geis­tig immer noch nicht über­wun­den hatten und haben.

Genau diese Unfä­hig­keit, das Visier der frucht­ba­ren Kritik von der Stra­te­gie über die Taktik auch auf die Theo­rie selbst zu rich­ten, sind letzt­lich der Grund für die Erfolg­lo­sig­keit dieses refor­mier­ten, stil­vol­len, an den Zeit­geist ange­pass­ten Natio­na­len Lagers.

Denn Erfolg, und das ist eine eiser­ne Maxime an der jedes mili­tan­te Gela­ber zer­schellt, misst sich für eine Oppo­si­ti­on immer nur daran, inwie­weit sie das Herz des Volkes für sich gewin­nen kann.
Genau das gelang den refor­mier­ten, pro­gres­si­ven Natio­na­len nicht, weil sie sich noch immer in der Zwick­müh­le des Sys­tems, zwi­schen den schein­ba­ren Gegen­po­len Neo­na­zis­mus und Mul­ti­kul­ti befan­den. Es gelang ihnen nicht, das anzu­spre­chen, was das Volk wirk­lich bewegt und sinn­lo­se Fron­ten ganz auf­zu­ge­ben.

Zwar hatte man sich mit der Sym­bo­lik auch im Akti­vis­mus weit­ge­hend von der NS-The­ma­tik gelöst und sprach in der „Volkstod“-Kampagne, das zen­tra­le demo­gra­phi­sche Thema direkt an. Ganz abge­se­hen davon, dass man auch hier mit feh­len­dem Ver­ständ­nis für das Fühlen des Volkes auf­trat, zeigte die mas­si­ve Kam­pa­gne „gegen Demo­kra­tie“ klar, dass man immer noch in alten Kate­go­rien dachte. Eine fal­sche Theo­rie, das heißt eine, die die Lage ver­kennt, die die Ten­den­zen nicht rich­tig ana­ly­sie­ren kann, manche Dinge aus­blen­det, andere über­treibt und Teil­aspek­te für das Ganze nimmt, eine solche fal­sche Theo­rie führt zu fal­schen Begrif­fen, fal­schen Mani­fes­ten, fal­schen Paro­len und schließ­lich einem fal­schen „Haupt­feind“.

Die erste Welle der Kritik am klas­si­schen Neo-NS vom Schla­ge der FAP war eine stra­te­gisch-orga­ni­sa­to­ri­sche, die zweite Welle der Kritik am Skin­head­t­um, gest­ri­gen Logos und ewig dump­fen Auf­mär­schen, war eine tak­tisch-sti­lis­ti­sche.
Der Antrieb beider Schübe war das Bewusst­sein des eige­nen Schei­terns. Immer waren es die pro­gres­si­ven Kräfte, die über die apo­ka­lyp­ti­schen Selbst­täu­schun­gen der Szene das Ganze über­blick­ten und im Herzen fühl­ten, dass Erfolg nicht ein bloßer Ehren­dienst, ein Flo­rie­ren der pri­va­ten Szene sein kann, son­dern immer aufs Ganze gehen muss. Erfolg ist, wenn das ganze Volk deinen Namen kennt und dich liebt, wenn deine Bewe­gung die heim­li­che Hoff­nung einer ganzen Genera­ti­on ist. Das war und ist mit einer Bewe­gung die sich, wie auch immer, in die Tra­di­ti­on des NS stellt, abso­lut unmög­lich.

Es war und ist also ein drit­ter Schub der Kritk nötig, der nach Stra­te­gie und Orga­ni­sa­ti­on, nach Akti­vis­mus-Taktik und Stil­fra­gen auch end­lich die Theo­rie und die Idee selbst über­prüft.
Wenige hatten und haben den Mut dazu. Schließ­lich rührt man damit an dem hei­li­gen Götzen, der über Jahr­zehn­te, die gesam­te dif­fu­se und dezen­tra­le Szene zusam­men­ge­hal­ten hatte. Denn „gespal­ten“ war das natio­na­le Lager ideo­lo­gisch nie­mals wirk­lich (wenn man es etwa mit den linken Anti­deut­schen und Anti­imps ver­gleicht.) Es gab viel­mehr eine dumpfe und unre­flek­tier­te Ein­heit im Kel­ler­schat­ten des NS in dessen Namen man ver­schie­dens­te orga­ni­sa­to­ri­sche und tak­ti­sche Kon­zep­te durch­pro­bier­te. Doch auch in der letz­ten und ent­wi­ckelts­ten Aus­for­mung, in den Spre­e­lich­tern, stell­te sich der Erfolg nicht ein.

„Anstatt Akti­ons­bünd­nis­se und Koor­di­na­ti­ons­tref­fen zu ver­an­stal­ten, schuf man eine stil­vol­le Akti­ons­form mit Wie­der­erken­nungs­wert, die zu einer maxi­ma­len Geschlos­sen­heit, einer auto­ma­ti­schen Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on im Stil eines Trends oder eines Memes führte. Die Ver­brei­tungs-Muster von kurz­le­bi­gen Spaß­trends wie Plan­king, samt YT und Twit­ter-Unter­stüt­zung wurden klug kopiert. Das Kon­zept des freien Wider­stands, der eine Faust aber kein Gesicht hat, wurde von den Mas­ken­män­nern in seiner bisher stil­volls­ten und besten Taktik bis zum Ende durch­ge­dacht. Umso mehr trifft also die stra­te­gi­sche Kritik daran den NW ins Herz.“ 


Die iden­ti­tä­re Kritik jener Rene­ga­ten, die aus dem NW aus­ge­schie­den aber nicht ins System ein­ge­stie­gen sind, hin­ter­fragt nun, nach­dem jedes Design, jede Auf­marsch­tak­tik, jede Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form durch­pro­bier­te wurde, das gehei­lig­te Tabu der Szene. Eine dritte Welle der Kritik kün­digt sich an, an deren Ende das Ende des klas­si­schen natio­na­len Lagers und eine echte Ent­fes­se­lung seines idea­lis­ti­schen Poten­ti­als in Form einer Mas­sen­be­we­gung steht.

Um diese Kritik, die der Funke in vielen Arti­keln for­mu­liert und geprägt hat und die mitt­ler­wei­le von vielen ande­ren Grup­pen und Seiten wei­ter­ge­tra­gen wird, soll es in diesem Text expli­zit nicht gehen. Viel­mehr geht es uns heute um jene Teiles des NW, die diese 3. Welle nicht mit­ge­hen.

Was sind ihre Per­spek­ti­ven? Mit wel­chen rhe­to­ri­schen Tricks ver­schlie­ßen sie sich vor der Frage des aus­blei­ben­den Erfolgs? Und vor allem: Wo und wie beginnt ihr end­gül­ti­ger theo­re­ti­scher Bank­rott, das frei­wil­li­ge Her­un­ter­fah­ren jeder theo­re­tisch-stra­te­gi­schen Über­le­gung, das kol­lek­ti­ve Abschal­ten der Hirne, zuguns­ten eines Fetischs? Und inwie­weit kann man in dieser Hal­tung, wenn sie nicht einer Dumm­heit geschul­det ist, einen Verrat an Heimat und Volk sehen?

All diese Fragen sollen im Haupt­teil dieses Arti­kels erschöp­fend beant­wor­tet werden.

Folgt der 3. Welle!

Wie oben beschrie­ben, gibt es eine innere Logik in den 3 kri­ti­schen Schü­ben. Sie waren alle die Suche nach einem Ausweg, Ver­su­che eines Neu­auf­bruchs ange­sichts aus­blei­ben­der Erfol­ge und einer über­mäch­ti­gen Repres­si­on. Jedes­mal blieb aber ein gewis­ses Sedi­ment an Unbe­lehr­ba­ren zurück, das den neuen Weg nicht mit­ge­hen wollte. So krebs­te ein belä­chel­ter KdS immer noch SA-roman­tisch herum, als alle ande­ren längst das Kon­zept der freien Kame­rad­schaft über­nom­men hatten.
Wäh­rend über­all die AN gras­sier­ten, hiel­ten sich hart­nä­ckig einige Skin­head- und Schei­tel­frak­tio­nen, die sich stand­haft wei­ger­ten einen „Hoodie“ über zu ziehen.

Jedes­mal wurde die berech­tig­te Kritk am Status quo bei­sei­te gescho­ben und geleug­net. Wäh­rend KdS und Co nicht ein­se­hen woll­ten, dass die Idee einer Masse-Quer­front im Braun­hemd passé war, sahen die Gegner der AN nicht, dass der Stil und die Begriff­lich­keit des NW hoff­nungs­los ver­al­tet waren. Ihr Stan­dar­dar­gu­ment, dass man „ein­fach mehr tun müsse“ und „dis­zi­pli­nier­ter“ sein solle, gab also ein­fach man­geln­der Anstren­gung und feh­len­dem Idea­lis­mus die Schuld für das Scheitern.

Diese Hal­tung ist äußerst bequem. Man ver­sperrt sich damit jeder Ände­rung: ist man doch selber immer im „Lager des Idea­lis­mus“, das „nach den Prin­zi­pi­en lebt“. Wenn das „alle täten“, dann würde auch alles besser laufen. Die sys­te­ma­ti­sche und prin­zi­pi­el­le Kritik wird also zu einem bloßen Mora­li­sie­ren, zu einer Kritik an der man­geln­den Aus­füh­rung ent­schärft. Die Szene bestehe nur aus „Minus­men­schen“ und daher würden ihre an sich tadel­lo­sen Kon­zep­te nicht auf­ge­hen.
Der pro­vo­kan­te Stil­bruch der AN, die zeigen woll­ten, dass man auch und gerade mit Ohr-Tun­neln und zer­pierc­ten Gesich­tern hoch­ak­tiv und idea­lis­tisch sein kann wandte sich genau gegen diese Hal­tung. (Die Stoß­rich­tung ist hier kor­rekt auch wenn ihr Ergeb­nis unschlag­bar häss­lich war und ist.)

Immer ver­su­chen also die Ver­tre­ter einer ster­ben­den und obso­le­ten Phase des natio­na­len Lagers Pro­ble­me weg­zu­re­den, zu per­so­na­li­sie­ren und sich gegen jede Ver­än­de­rung quer zu stel­len. Der Ruf nach Reform erzeugt in ihnen nur ein noch radi­ka­le­res Fest­klam­mern an bestimm­ten Sym­bo­len und Begrif­fen.
Wäh­rend die pro­gres­si­ven Kräfte im NW vor weni­gen Jahren genau diese Hal­tung bei den Alten kri­ti­sier­ten, sind sie nun selbst alt und spie­ßig gewor­den, und wollen sich die „Hoch­stim­mun­gen“ ihrer Jugend nicht von ernst­haf­ter Kritik kaputt machen lassen. Sie blen­den jede Frage nach dem erreich­ten Erfolg der AN-Welle aus und wei­gern sich hart­nä­ckig theo­re­ti­sche Fragen auch nur anzu­spre­chen. Man will ja nicht umsonst für bestimm­te Begrif­fe und Sym­bo­le Repres­si­on ertra­gen haben. Der­sel­be „Verrat“, den die alten Kame­ra­den den jungen AN vor­ge­wor­fen hatten, wird nun von ihnen iden­ti­tä­ren Frei­den­kern vor­ge­hal­ten. Sie wollen nicht ein­se­hen, dass nichts die radi­ka­le Kritik am Hit­le­ris­mus und an natio­nal­bol­sche­wis­ti­schen Quer­front-Ideen glei­cher­ma­ßen, nicht auf­zu­hal­ten ist. Ideen­ge­schicht­lich und stra­te­gisch erkennt jeder, der sich ein wenig damit beschäf­tigt, dass im klas­si­schen Old­school-Natio­na­lis­mus, mit seiner begrenz­ten, ego­is­ti­schen Sicht und seinem Chau­vi­nis­mus, mit seinen Begrif­fen und Sym­bo­len weder auf deut­scher noch euro­päi­scher Ebene eine echte Wende zu errei­chen ist. Er erkennt, dass der Erhalt der eige­nen Her­kunft nicht zwang­wei­se mit der Ideo­lo­gie des NS ident sein muss, son­dern dass in dieser ein ganz bestimm­ter, spe­zi­el­ler Bezug zum eige­nen Volk lebt, der nicht der ein­zi­ge lebens­be­ja­hen­de ist, auch wenn NSler und Mul­ti­kul­tis das mit ver­ein­ten Kräf­ten so dar­stel­len.

Ebenso ist die iden­ti­tä­re Stra­te­gie und Taktik der voll­zo­ge­ne Schluss aus dem Schei­tern des natio­na­len Lagers, die 3. Welle der Kritik, die nach Orga­ni­sa­ti­on, Stil und Akti­vis­mus erst­mals auch die grund­le­gen­de Ideo­lo­gie kri­ti­siert.

Iden­ti­tär gesinn­te Idea­lis­ten haben dabei klar die eigent­li­che Idee des Erfolgs vor Augen. In ver­schie­de­nen „Think-Tanks“ wird, an einer stra­te­gi­schen und theo­re­ti­schen Neu­ori­en­tie­rung gear­bei­tet. Es geht aus­schließ­lich darum, wie man im Volk die ewige Idee seines eth­ni­schen und kul­tu­rel­len Über­le­bens wecken kann. Dabei erken­nen wir, aus unse­rer höhe­ren Per­spek­ti­ve, wie sich dieser Lebens­wil­le in den ver­schie­dens­ten, kul­tu­rel­len, poli­ti­schen und reli­giö­sen Bewe­gun­gen geäu­ßert hat. Wir erken­nen, dass er über diesen zeit­ge­bun­de­nen Äuße­run­gen, ihren Sym­bo­len, Paro­len und Haupt­fein­den steht. Iden­ti­tär zu sein heißt nichts ande­res als allein dem ewigen Inter­es­se des Volkes zu dienen, das jen­seits aller wech­seln­den Ideo­lo­gien, Geg­nern, Sym­bo­len und Paro­len steht. Aus dieser Sicht ergibt sich eine klare Stra­te­gi­sche For­de­rung. Dort, wo es im Volk iden­ti­tä­re Gefüh­le gibt, selbst wenn sie sich nicht rein und unver­dünnt, son­dern ver­deckt, ver­steckt und ver­schlüs­selt äußern, muss von einer rebel­li­schen Avant­gar­de eine Front der Patrio­ten gebil­det werden. Von Islam–  über EU- bishin zu Euro­kri­tik, über­all äußert sich die iden­ti­tä­re Sehn­sucht nach Frei­heit, Heimat und Tra­di­ti­on. Über alle Lager hinweg muss hier eine Mas­sen­be­we­gung ent­ste­hen, die diese iden­ti­tä­re Grund­sehn­sucht in eine Parole, in eine Form und eine For­de­rung gießt. Nur so können ein Mythos und eine Bewe­gung durch ganz Europa gehen, die den defen­si­ven Oppor­tu­nis­mus und Prag­ma­tis­mus der popu­lis­ti­schen Rechts­par­tei­en zu einer echten Recon­quis­ta machen!

Es ist das Feuer der Lei­den­schaft und Jugend, das Europa retten kann und es ist die Auf­ga­be der Idea­lis­ten, die dazu auch eine schar­fen, kühlen Geist haben, diese Kraft in die rich­ti­ge Rich­tung zu lenken.

Hier stehen heute im deutsch­spra­chi­gen Raum die Über­res­te der ster­ben­den letz­ten Phase des NW im Weg. Groß­teils liegen sie abseits und sind für eine iden­ti­tä­re Bewe­gung völlig unin­ter­es­sant. Teil­wei­se befin­den sich aber noch hoch­be­gab­te, idea­lis­ti­sche und unter­be­wusst Iden­ti­tä­re in diesem Lager, die ihrer Auf­ga­be, der 3. Welle zu folgen immer noch nicht nach­ge­kom­men sind. Statt­des­sen stei­gern sie sich in pri­va­te Spin­ne­r­ein hinein, die die Frage nach dem Ganzen, nach der poli­ti­schen Orga­ni­sa­ti­on eines mas­sen­haf­ten Wider­stan­des gegen die Abschaf­fung Deutsch­lands und Euro­pas, gar nicht mehr stellt. Sie blen­den die Frage nach dem Erfolg und dem Ziel der Bewe­gung aus, weil sie Angst vor ihrer Kon­se­quenz haben. Statt­des­sen erge­ben sich viele von ihnen einer pein­li­chen, undeut­schen und frem­den Denk­wei­se, die wie eine süße Droge von der quä­len­den Ver­ant­wor­tung um unser Erbe erlöst. Feig­heit und Verrat sind die unschö­nen Begrif­fe die sich hier auf­drän­gen und die Betrof­fe­nen in Rase­rei ver­set­zen. Eine Rase­rei, die einen Sta­chel in ihrem Geist verrät, den sie trotz all ihrem hippen Stil-Nihi­lis­mus nicht loswerden.

2. Der Rest­be­stand als neuer Typus

Wir haben gese­hen, dass alle Wellen der Kritik aus dem Bewusst­sein gescha­hen dass die Bewe­gung ihrer eigent­li­chen Auf­ga­be, das gesam­te Volk zu errei­chen und dessen Herz zu gewin­nen, nicht nach­kam. Nach­dem in meh­re­ren Schü­ben die weni­ger heißen Eisen Orga­ni­sa­ti­on, Taktik, Sym­bo­lik, etc. refor­miert wurden und es noch immer nicht klapp­te, erkann­te eine geis­ti­ge und akti­vis­ti­sche Avant­gar­de, dass man end­lich aus der „Nazi­fal­le“ des Sys­tems aus­stei­gen muss, um die Frage der Iden­ti­tät frei von Kom­ple­xen anspre­chen zu können. Die posi­ti­ven Inten­tio­nen, die viele Leute in den NW brach­ten, ernst genom­men, muss­ten not­wen­dig über die 3 Wellen der Kritik zu seiner Selbst­auf­lö­sung führen. Die Iden­ti­tä­re Idee ist somit kein End­sta­di­um oder eine wei­te­re Form, son­dern das, was frei gelegt wird, wenn der NW  und die NS-Szene sich auf­grund ihrer  inne­rer Wider­sprü­che zu Ende kri­ti­siert haben.

Die Mit­läu­fer und Szene Insas­sen waren und sind, weil sie sich völlig mit den Paro­len und Logos iden­ti­t­fi­zie­ren und für das große Ganze ein paar Hirn­zel­len zu wenig haben, zu diesem Schritt gar nicht fähig. Bestärkt wurden und werden sie aber darin von einer Gruppe Intel­lek­tu­el­ler Anti­in­tel­lek­tua­lis­ten, die es eigent­lich besser wissen könn­ten und müss­ten.

Sie sind der Rest­be­stand eines NW, der die 3. Welle der Kritik ver­drängt. Sie über­nah­men von all den Impul­sen, aus denen die 2. auto­nom-natio­na­lis­ti­sche Welle der Kritik geschmie­det wurde, die nega­tivs­ten, regres­sivs­ten Ele­men­te und ido­li­sier­ten sie zum Fetisch. Das heißt, ihnen wurde eine Kraft und Wir­kung zuge­schrie­ben, die sie gar nicht haben.

Man kann das, was über den auto­no­men Stil der Antifa in den NW ein­drang am besten als „Pseu­do­mi­li­tanz“ beschrei­ben. Die Aggres­si­on, die sich in der Szene bis dato vor allem gegen Juden­fried­hö­fe und Aus­län­der­hei­me gerich­tet hatte, wandte sich nun vor allem gegen „das System“ in Form seiner greif­bars­ten Ver­tre­ter: gegen die Polizei.

Wir wollen den Typus, der sich hier bil­de­te wenn dieses Wort­spiel erlaubt ist, gemäß seinem Banden und Block-Denken  „BaBo“ Nazis denken. Es ist nicht zuletzt auch das mafiö­se Macho-Gehabe, aus dem migran­ti­schen Gangs­ter­rap, der diese Ver­falls­form der 3. abge­hak­ten Phase des NW maß­geb­lich beein­flusst hat, wie das die je aktu­el­le Pop­kul­tur, man­gels eigner Stil­bil­dung immer getan hat.

2.2 ACAB gegen den Staat

Diese Hal­tung kommt klar aus anar­chisch-anti­fa­schist­schen Denk­mus­tern, die im Staat an sich ein repres­si­ves System des Kap­tia­lis­mus sehen. Es gibt in ihrem Denken keine posi­ti­ve Rolle des Staa­tes und der Poli­zei, sie sehen in ihnen die Wärter einer ras­sis­tisch-hete­ro­nor­ma­ti­ven Zwangs­ge­walt, die für Gren­zen, Ord­nung, Sicher­heit und Dis­zi­plin stehen. Alles Werte, die sie in ihrer Ideo­lo­gie ver­ach­ten, was sich auch in ihrem schmis­sig-van­da­lis­ti­schen Auf­tre­ten bekräf­tigt werden soll. Dieser Arti­kel wird nicht dem Dilem­ma der heu­ti­gen Linken nach­ge­hen (einen Kom­men­tar dazu kann man hier nach­le­sen). Es sei nur so viel gesagt, dass auch sie in einer theo­re­ti­schen Krise, enorme Pro­ble­me bei der Feind­be­stim­mung haben. Gegen „Nazis“, Kapi­ta­lis­ten, Sexis­ten, Israel, die Kirche, oder alle auf einmal?
Am Ende bleibt nur eine unbän­di­ge Wut, die kein Ziel mehr findet und, wie Sorel es für den auf­kom­men­den büro­kra­ti­schen Moloch pro­phe­zei­te, sich im anar­chi­schen Furor ent­lädt, wie eine Bombe gegen belie­bi­ge Ziele, gegen alles und nichts rich­tet.

Riot, Van­da­lis­mus, direct action! Belie­big werden Autos abge­fa­ckelt, Geschäf­te ent­glast, Müll­ton­nen ange­zün­det. Für die ganz großen Dinge, wie Zug­kral­len oder Bomben fehlt dann meis­tens doch der Mut oder das Know-How. Das über­las­sen die Vor­stadt-Guer­ril­le­ros lieber isla­mi­schen Ter­ro­ris­ten. Über­haupt schwingt in diesem pseu­do­mi­li­tan­ten, ziel­lo­sen Van­da­lis­mus der Antifa, dessen Ide­al­bild das des plan­los maro­di­sie­ren­de Mobs ist, ein unver­ho­le­ner Neid auf die Migran­ten­ghet­tos mit. Im „Kom­men­den Auf­stand“ des „Unsicht­ba­ren Komi­tees“ wurde das offen zuge­ge­ben. Das revo­lu­tio­nä­re Poten­ti­al gegen das „Empire“, wie die Antifa nach moder­ner, teils situa­tio­nis­ti­scher Theo­rie­bil­dung den west­li­chen Moloch bezeich­net, bildet sich in den Ghet­tos. Dort wo halb­kri­mi­nel­le Banden Stadt­vier­tel beherr­schen, kom­mu­nen­ar­tig über ganze Wohn­blocks Kol­lek­ti­ve bilden, die vom Geld des Staa­tes leben, nicht arbei­ten und in ihrer Frei­zeit, ihre No-Go-Areas bewa­chen.

Die Antifa benei­det die mus­li­mi­schen Migran­ten­ghet­tos, weil sie in ihnen, mit einem gewis­sen gesun­den Instinkt, die wahre Oppo­si­ti­on zum west­lich-libe­ra­len System erkennt. Sie bildet ihre „Frei­räu­me“ nach diesem Vor­bild und pro­je­ziert auf  Riot-Videos von Aus­län­der­kra­wal­len in Paris und London die Utopie eines „all­ge­mei­nen Auf­stands gegen den Kapitalismus“.

Immer mehr geht es ihnen nur darum ihren „Kiez“ „stabil“ zu halten, ban­den­ar­ti­ge Netz­wer­ke zu bilden und sich in Van­da­lis­mus und Ter­ro­ris­mus zu schu­len. Das Ziel ist dabei der totale Umsturz, die Revo­lu­ti­on, die sich gegen jede Ord­nung, egal ob orga­nisch oder tota­li­tär rich­tet. Sie hat gar kein revo­lu­tio­nä­res Poten­ti­al mehr, das sie in einem poli­ti­schen Kampf wecken will. Sie will sich selbst zu wan­deln­den Revo­lu­ti­ons­bom­ben machen. Gewalt, Stra­ßen­schlacht und tech­ni­sche Detail­fra­gen zum Abfa­ckeln von Pri­vat­au­tos haben in diesen Krei­sen stra­te­gi­sche Über­le­gun­gen weit­ge­hend ersetzt. Für das Volk, für die „Scheiß­deut­schen“ haben sie nur Ver­ach­tung übrig.

Wer hier Eigen­schaf­ten erkannt hat, die auch auf die Über­res­te des NW zutref­fen, irrt sich nicht.
Dieser über­nahm von der Antifa nicht nur Klei­dungs­stil, Sym­bo­le, Paro­len, Logos und Akti­ons­for­men, son­dern auch fal­sche Gedan­ken. (Das geschah wie gesagt, weil man selbst keine sou­ve­rä­ne und umfas­sen­de Theo­rie hatte)

Ohne­hin schon von einem Fetisch der Gewalt, des Ter­rors und der Revo­lu­ti­on vor­ge­prägt, war dieser Schritt für viele Natio­na­len kein großer. Wäh­rend die alten Skins und Schei­tel, die freien Kamerd­schaf­ten und Ree­nact­ment-Par­tei­en, bei allem Wahn­sinn zumin­dest immer noch ein ordent­li­ches Auf­tre­ten als „Ord­nungs­macht“ for­cier­ten und letzt­lich in dem Selbst­ver­ständ­nis han­del­ten, dort auf­zu­tre­ten, wo Staat und Poli­zei ver­sag­ten, gehen die auto­no­men Natio­na­lis­ten, die die 3. Welle nicht mit­ma­chen einen ande­ren Weg. 


ACAB wurde eine der lei­ten­den Paro­len und man über­nahm die Antifa-Pose des Van­da­lis­mus und der tota­len Revo­lu­ti­on. Dass es eigent­lich darum geht, diese fal­sche Poli­tik, diese ver­lo­ge­ne Idee zu zer­schla­gen, die unse­ren Staat in Gei­ßel­haft nimmt, dass es darum ginge, Sym­pa­thi­san­ten in der Poli­zei (die es natur­ge­mäß mas­sen­haft gibt) für unsere Kritik an Mul­ti­kul­ti zu begeis­tern, dass wir eine echte gesun­de und orga­ni­sche Ord­nun­ge ein­for­dern müssen, statt Chaos her­bei­zug­röh­len und sinn­lo­se Gewalt zu prak­ti­zie­ren — das wurde von diesen Pseudo-Rebel­len ein­fach aus­ge­blen­det. Es ist im Grunde ein unfass­ba­rer Verrat an einem Kern­ele­ment aller Bewe­gun­gen für Volk und Heimat. Es ist ein Schlag ins Gesicht des ein­fa­chen Bür­gers, der sich mit einer gröh­len­den Kapu­zen­hor­de, die Poli­zis­ten atta­ckiert, statt gegen Aus­län­der­ge­walt vor­geht, die völlig über­trie­ben Graf­fit­ti-Stra­ßen­kunst abfei­ert, statt Pla­ka­te gegen Über­frem­dung auf­zu­hän­gen, die sich in abstru­sen Insi­der-Paro­len über­bie­tet, statt dem Volk aufs Maul zu schau­en, alles nur nicht iden­ti­fi­zie­ren wird.

In seinen Augen werden die „Natio­na­len“ damit auch nichts ande­res als „Kra­wall­ma­cher“, „Extre­mis­ten“, eben die „braune“ zur „roten“ SA, wie in rechts­bür­ger­li­chen Krei­sen schon lange beide Bewe­gun­gen abge­tan werden. Damit zer­stö­ren eben­die­se Kräfte auch jede Aus­sicht, einmal in Kri­sen­zei­ten als Kraft die Ord­nung und Sicher­heit brin­gen wird, im Gedächt­nis des Volkes auf­zu­le­ben. Was sie von ihnen in Erin­ne­rung haben sind nur Kra­wal­le, wüste Paro­len und Auf­ru­fe zur Gewalt. Sie sind in ihren Augen eben auch nur „extre­mis­ti­sche Terror-Banden“.

2.3 Das Idol der Bande

Genau das zu werden scheint der­zeit das erklär­te Ziel der Rest­be­stän­de des NW zu sein. Die ter­ro­ris­tisch-van­da­lis­ti­sche Bande, wird auch das erklär­te Ideal man­cher ver­spreng­ter AN-Kame­rad­schaf­ten. Damit treibt man das Volk fort, von jeder radi­ka­len Oppo­si­ti­on tief ins Herz der Mul­ti­kul­ti-Ideo­lo­gie.

Wie die Antifa die Mus­li­men-Ghet­tos so benei­det man die links­ex­tre­men „Frei­räu­me“ als „revo­lu­tio­nä­re Zonen“, statt zu durch­schau­en, dass sie vom Staat gedul­det und zuge­las­sen werden.
Man will einen „Vor­sprung“, den die Antifa auf gewis­sen Ebenen hat, nach­ho­len und frönt einem Kult der Gewalt.

Tat­säch­lich sind diese „Frei­räu­me“ aber nichts ande­res als „Natur­schutz­parks“ für poli­ti­schen Extre­mis­mus, die in Europa für Linke fried­li­che, ali­men­tier­te Wohl­fühl­zo­nen, für Rechte unbe­que­me Ghet­tos mit ganz­jäh­ri­ger Jagd­sai­son für die Poli­zei sind. Den­noch werden sie im Großen und Ganzen gedul­det. Mit beiden Lagern könnte der Staat mit seinem geball­ten Gewalt­mo­no­pol kur­zer­hand auf­räu­men, wenn er das wollte. Aber das will er nicht. Denn nach seinem Kon­zept der Auf­recht­erhal­tung von Ruhe und Ord­nung, lohnt sich dieser Rummel der­zeit ein­fach nicht.
Denn mit ihrem klein­ho­ri­zon­ti­gen. ban­den­ar­ti­gen Van­da­len­ter­ro­ris­mus stel­len die Anti­fas und die ihnen nach­ei­fern­den NWler in keins­ter Weise eine Bedro­hung dar. Sie „tref­fen“ damit nur die Anrai­ner, deren Fas­sa­den sie beschmie­ren, die Auto­be­sit­zer, deren Karren sie abfa­ckeln und den Bezirks­po­li­zis­ten, dem sie auf die Nerven gehen.
Er reprä­sen­tiert für sie als „Bul­len­schwein“ das „System“ mit dem man sich im Krieg wähnt. Tat­säch­lich ist er in der Regel ein unter­be­zahl­ter Deut­scher, der das echte Mul­ti­kul­ti-System, die Ein­wan­de­rung und Isla­mi­sie­rung meis­tens selbst satt hat. Oft wählt er sogar eine „rechte“ Partei.

Indem poli­ti­sche Grup­pen sich wie Banden gerie­ren, in Rocker­clubs, Migran­ten­gangs und Mafi­a­struk­tu­ren ihre Vor­bil­der sehen, rich­tet sich ein guter Teil ihrer Aktio­nen und ihrer Aggres­si­on gegen Poli­zei, Über­wa­chungs­ka­me­ras und sau­be­re Fas­sa­den. An den Höhe­punk­ten, dieses sehr pri­va­ten „Krie­ges“, den ritua­li­sier­ten Stra­ßen­schlach­ten mit den Robocops, ent­fal­tet die Hor­den­dy­na­mik ihren Höhe­punkt. Damit meinen sie „das System“ zu tref­fen. Sie glau­ben, dass sie sich „Frei­räu­me“ erobern. Tat­säch­lich sind sie für den Staat ein kal­ku­lier­ba­rer, unbe­acht­li­cher Risi­ko­fak­tor.
Im End­ef­fekt bleibt es bei der reinen Ästhe­tik der Tat, die von der Szene für die Szene voll­bracht, in haus­ei­ge­nen Netz­wer­ken ver­brei­tet und beju­belt wird. Das hat viel­leicht einen meta­phy­si­schen Wert und ent­spricht in seinem ziel­lo­sen Furor irgend­wie authen­tisch einer Wahr­heit des Seins — poli­tisch ist der Effekt gleich null. Die Bande ist keine poli­ti­sche Avant­gar­de. Sie ist selbst immer nur bei­läu­fi­ger Faktor und Mate­ri­al, nie­mals aber der Akteur.

Das macht ihren Unter­schied zu einer Partei oder einer Bewe­gung aus. Die Bewe­gung ist im Volk ver­an­kert, ihr Ziel ist es, die Poli­tik direkt oder über die Meta­ebe­ne zu beein­flus­sen. Ihre Theo­rie ist klar und struk­tu­riert aber dringt nicht unkon­trol­liert und unver­ständ­lich nach außen. Was sie nach außen trägt, ist sinn­vol­le Pro­pa­gan­da und Infoar­beit, die genau auf das Bewusst­sein des Volkes zuge­schnit­ten ist und es auf das Niveau der Bewe­gung heben.
Ihre Paro­len, Sym­bo­le, Aktio­nen und Auf­trit­te sind so gestal­tet, dass die Leute sie sofort ver­ste­hen, und dass es schwer fällt sie in ein Eck des „Extre­mis­mus“ zu schie­ben.
Die Auf­ga­be der poli­ti­schen Bewe­gung ist es, das im Volk schlum­mern­de Poten­ti­al zu seiner Ver­wirk­li­chung zu brin­gen. Sie setzt die Lunte an die gären­de Wut, die sich im Schrei der mur­ren­den Masse ent­lädt. Sie bringt den Keim des Wider­stan­des zum Aus­bruch indem sie die im Volk bereits vor­be­find­li­chen Mei­nun­gen zur Ent­fal­tung bringt und die Denk­an­sät­ze für die denk­fau­le Masse kon­se­quent fort­setzt.

Kon­kret heißt das für Iden­ti­tä­re heute: die dumpfe, sozia­le und demo­gra­phi­sche Ver­drän­gungs­angst des Volkes muss mit der Wahr­heit kon­fron­tiert und über harte Fakten, starke Bilder und klare Worte zum Bewusst­sein des großen Aus­tauschs gebracht werden!

Die Bande gefällt sich statt­des­sen im Eigen­dün­kel, einer unver­ständ­li­chen Begriffs- und Sym­bol­welt, die außer ihr keiner ver­ste­hen kann und soll. Was allen­falls im Rahmen einer Bewe­gung für einen eli­tä­ren Zirkel sinn­voll ist, wird bei ihr zum Stan­dard.
Eine Bewe­gung will mit ihrem Symbol die eigene Idee popu­la­ri­sie­ren. Eine klan­des­ti­ne Gang will ihre Sym­bo­le und Ideen zum Selbst­zweck, zum apo­li­ti­schen Orna­ment machen. Das Ver­schlun­ge­ne, Selt­sa­me, Abge­ho­be­ne, Schrä­ge und Ver­rück­te ist ihr Ele­ment. Zu dieser Belie­big­keit, zu diesem neu­ro­ti­schen Drang nach Dif­fe­renz einer „eige­nen“ Sym­bo­lik, die sich von allen ande­ren abhebt, passt auch der neue Stil-Impuls den die Ban­den­res­te des NW der­zeit aus der Hips­ter-Szene auf­neh­men. Dieser ist, als ver­zwei­fel­ter Ver­such gleich­ge­schal­te­ter Kon­su­men­ten sich im post­mo­der­nen Ein­heits­he­do­nis­mus über Stil und Geschmack-Idio­syn­kra­si­en einen indi­vi­du­el­len Son­der­wert zu geben, also auf rein sub­kul­tu­rel­ler Ebene dem „System“ zu wider­ste­hen. Ähn­lich ver­zwei­felt und ohn­mäch­tig macht sich das Block&Banden-Denken in NW und Antifa aus, was die Auf­nah­me gewis­ser Hips­ter-Ele­men­te nur natür­lich erschei­nen lässt.
Für eine echte poli­ti­sche Bewe­gung mit einem poli­ti­schen Ziel kann das nur Werk­zeug und Mittel sein: Sie hat die Pflicht, die Herzen des Volks zu gewin­nen und ihm das zu sagen, was die Medien verschweigen.


Die Bewe­gung exis­tiert für ein Ziel, in ihr ist alles der Poli­tik unter­ge­ord­net, sie ist ein Bund der sich zu einem Zweck for­miert hat, auf den sie aus­ge­rich­tet ist. Die Bewe­gung exis­tiert für ein Ziel, in ihr ist alles der Poli­tik unter­ge­ord­net, sie ist ein Bund der sich zu einem Zweck for­miert hat, auf den sie aus­ge­rich­tet ist.  Die Gang hin­ge­gen lebt fast nur mehr von der Pro­vo­ka­ti­on in der sie sich ihre eigene Exis­tenz und ihren eigen­wil­li­gen Stil ver­si­chert. Der Bewe­gung geht es darum ihre Gegner in Angst zu ver­set­zen und zu ver­stö­ren, aber nicht das eigene Volk. Der Iden­ti­tä­re will die Mulit­kul­tis das Fürch­ten Lehren aber nicht seiner Groß­mutter.
Den BaBo-Nazis geht es vor allem um die Revol­te “gegen die Gesell­schaft”, gegen die “Spie­ßer” gegen ihre Eltern, also alles Aspek­te die in ihre Adap­ti­on des Rocka­bil­ly-Typus passt. Sie sind “Rebels wit­haout a cause” — im poli­tisch nega­tivs­ten Sinne.

Sie wollen von alle gefürch­tet und respek­tiert werden, wie eine Moto­rad­gang. Sie sehen sich als harte “Out­laws” und kämp­fen gegen alles und nichts, was sie miss­bräuch­lich und unver­stän­dig als Kampf “gegen die moder­ne Welt” dar­stel­len.
Unsere Gegner, die Mul­ti­t­ku­lis, ihre Poli­ti­ker, Medien und Kon­zer­ne haben vor dem BaBo-Nazi keine Angst. Sie bekä­cheln sie innerhlich und benut­zen sie äußer­lich als Mei­nungs­waf­fe gegen eine echte Oppo­si­ti­on. Die echte und wahre Oppo­si­ti­on, in der der Geist des Wider­stan­des, der Wille zur Wende und zum Sieg lebt, sind die­je­ni­gen die das Volk nicht ver­trei­ben, son­derm mit­rei­ßen.

Es sind nicht die­je­ni­gen, die sich mit poli­ti­schen Vor­wän­den mit ihrem Bekann­ten­kreis und mit ihrer Fami­lie heil­los zer­wer­fen, um sich als “Rebel­len” gegen die alte Genera­ti­on zu sti­li­sie­ren. Es sind die die­je­ni­gen, die es schaf­fen sogar ihre unpo­li­ti­schen Bekann­ten, ihre Eltern und Geschwis­ter zu Sym­pa­thi­san­ten zu machen. Es ist nicht der Typus des Schul­ab­bre­chers, Tage­diebs, Aso­zia­len, Aus­rei­ßer und Sozio­path, der der Pfei­ler einer poli­ti­schen Bewe­gung ist. Es sind die­je­ni­gen, die in dieser Gesell­schaft auch mit­ma­chen könn­ten, aber sich frei­wil­lig zu einem Leben in der Oppo­si­ti­on ent­schei­den. Es sind die­je­ni­gen die eine echte Liebe zu den Leuten, eine gesun­de Bezie­hung zu Fami­lie, und einen guten Bekann­ten­kreis haben und bereit sind das für ihre Ideale zu ris­kie­ren. Bei ihnen ist die Poli­tik keine Aus­re­de für das Schei­tern ihrer sozia­len Bezie­hun­gen und ihres Lebens. Ihr Ziel ist es alles zu ver­ei­nen, alles zusam­men zu führen und, wie Mao sagte, als Revo­lu­tio­nä­re im Volk zu schwim­men wie ein Fisch im Wasser.

Dage­gen exis­tiert die Gang und Bande exis­tiert für sich selbst, es domi­niert die Apo­li­tik der klei­nen Ritua­le. Sie wird zum Selbst­zweck und kreist um ihre eige­nen ver­stie­ge­nen Ziele. Sie bindet den Sinn ihres Daseins gar nicht mehr an ein poli­ti­sches Ziel, son­dern würde „in jedem System“ als Bande weiter bestehen wollen. Weni­ger als das Volk auf­zu­we­cken, geht es ihr im pri­va­ten Gel­tungs­drang darum, ihren Namen und ihre Sym­bo­le berühmt-berüch­tigt zu machen. Apo­li­tisch-anar­chi­sche „Kult­fi­gu­ren“ wie Charles Bron­son und Kunst­fi­gu­ren wie Travis aus Taxi Driver und Tyler aus Fight Club erset­zen echte poli­ti­sche Vor­bil­der. Man ver­schmilzt mit der Pop­kul­tur und dem Antifa-Stil, den man sich noch vor weni­gen Jahren nur zum poli­ti­schen Werk­zeug gemacht hat. Das Pro­pa­gan­da­werk­zeug wird zum Ursu­pa­tor und ersetzt die Theo­rie. Denn der poli­ti­sche Wille und der Geist der Wende, der allein sou­ve­rän über jede Pro­pa­gan­da gebie­ten kann hat das Lager des NW ver­las­sen.

2.4 Zusam­men­fas­sung

Wir können also ein Fazit über die Phä­no­me­ne ziehen, die sich gerade im Rest­be­stand des NW, der die 3. Welle einer ideo­lo­gisch-inhalt­li­chen Kritik nicht mit­geht, ablau­fen. Wie ein che­mi­scher Pro­zess der Ver­här­tung, Ver­grüt­zung und Ver­krus­tung, der mit dem Sedi­ment geschieht, wenn die reak­ti­ons­fä­hi­gen Ele­ment sich ver­wan­deln, so ver­här­ten auch diese zurück­ge­blie­be­nen Ele­men­te zu einer ande­ren Form. Es ist der Typus, der anar­chisch-van­da­lis­ti­schen Bande, die sich an mafiö­sen Gangs ori­en­tiert, der sich immer mehr mit apo­li­ti­scher Pop­kul­tur iden­ti­fi­ziert und die Antifa benei­det. Sie ist es deren, Stil man in der AN-Welle aus Kritik an Taktik und Auf­tre­ten der klas­si­schen, freien Kame­rad­schaf­ten über­nom­men hat. Nun, da man den nächs­ten Zug der Kritik ver­passt hat und am Bahn­steig ohne Hoff­nung lun­gert, drin­gen ideo­lo­gi­sche Ver­satz­stü­cke bis ins Hirn vor. Die Uni­form der Antifa, die man aus tak­ti­schen Grün­den über­nom­men hat, prägt immer tiefer auch das stra­te­gi­sche Denken. Der Staat und seine Organe, Über­wa­chung und Gen­tri­fi­zie­rung werden zu Haupt­the­men, wäh­rend in der Zwi­schen­zeit die Völker Euro­pas ver­schwin­den. Van­da­lis­mus, Terror, Gewalt-Klein­krie­ge und abge­ho­be­ne Sym­bol­spra­che werden abge­fei­ert, wäh­rend die ein­fa­chen Leute ver­geb­lich auf eine Bewe­gung warten, die ihrer Wut ein Losungs­wort gibt (das macht sie zu leich­ter Beute für Schein­lö­sun­gen wie die Islam­kri­tik XX Link). Der BaBo Nazi erhebt sich.

Die Rest­be­stän­de des NW geben so ihr eigent­li­ches Poten­ti­al, Sach­wal­ter und Stich­wort­ge­ber der Volks­wut zu werden, auf, um sich zu einer schlech­ten Kopie der Antifa zu sti­li­sie­ren. Der Kern für dieses Ver­hal­ten ist ein Verrat an dem eigent­li­chen poli­ti­schen Ziel und damit ein Verrat an der Form der poli­ti­schen Bewe­gung. Dieser lau­fen­de Verrat ent­springt der Feig­heit, die letzte, die ideo­lo­gi­sche Kon­se­quenz aus dem Schei­tern der NS-Szene zu ziehen. Es ist ein inne­rer Kampf zwi­schen dem Gewis­sen, dem Ruf der Ahnen und der Heimat gegen die Dogmen, Sym­bo­le und Bin­dun­gen einer Sub­kul­tur. Er spielt sich in vielen Herzen und Hirnen ab. Es ist ein schma­ler Grat, ein Tanz auf einer Schwert­klin­ge. Manche zer­bre­chen daran und stür­zen in den Abgrund der Gleich­gül­tig­keit und Ironie. Einige sind schon auf der ande­ren Seite ange­kom­men. Aber andere hängen noch immer uner­löst und unent­schie­den über der Leere. An die rich­tet sich dieser Text.
Die Völker Euro­pas sind zer­sprengt und auf­ge­löst wie ein flie­hen­des Heer. Die Auf­ga­be der Weni­gen, die das Ganze über­bli­cken wäre es, die Flucht zu been­den und die lose Masse wieder zu einer Front der Patrio­ten zu for­mie­ren.
Das hat im Rahmen des NS nicht als Neo-NSDAP, nicht als freie Kame­rad­schaf­ten und nicht als AN geklappt. Das brach­te einige dazu diesen Rahmen selbst zu spren­gen. Für andere wurde er zum Selbst­zweck. Die Begrenzt­heit ist ihre Maxime und sie tän­deln als lose Rotte auf dem Schlacht­feld herum. Dreh und Angel­punkt ihres Den­kens und Ziel ihres Han­delns heißt nicht mehr Deutsch­land, oder Europa, ist nicht mehr das Volk und die Kultur. Es lautet:

3. Mein Block – der begrenz­te Hori­zont

War zu Zeiten der freien und der AN zumin­dest noch die „eigene Stadt“ der Raum, in dem man im Rahmen bun­des­wei­ter Aktio­nen tätig wurde, ist es bei den zer­spreng­ten Ban­den­res­ten der Bewe­gung mitt­ler­wei­le haupt­säch­lich der „eigene Block“, den die BaBo-Nazis beherr­schen wollen.
Ange­sta­chelt von der Casa Pound (die man in ver­klär­ter Urlaubs­stim­mung meist falsch inter­pre­tier­te) und Antifa-Haus­pro­jek­ten, ent­wi­ckel­te sich aus der simp­len und sinn­vol­len Idee, Zen­tren und Rück­zugs­räu­me zu haben, eine eigene Ideo­lo­gie, ein „Fetisch“. (Wir erin­nern uns, das ist eine Sache, die künst­lich mythisch auf­ge­la­den wird und der in der Folge Effek­te, Kräfte und Wir­kun­gen zuge­schrie­ben werden, die sie nicht hat.)
Die „Lösung“ für das poli­ti­sche Ziel, das immer weiter aus den Augen geriet, war in den Augen eini­ger auf einmal, Häuser zu beset­zen und Stra­ßen­vier­tel unter Kon­trol­le zu brin­gen.
Das „har­mo­nier­te“ per­fekt mit dem Fetisch der mafiö­sen Bande, dem fal­schen Feind­bild des „Bullen“ und der Glo­ri­fi­zie­rung des Van­da­lis­mus.

Der „eigene Block“, den man zumin­dest unter Kon­trol­le bekom­men will, scheint als psy­cho­lo­gi­scher Ersatz für die Resi­gna­ti­on bezüg­lich Deutsch­land und Europa her­zu­hal­ten. Es ist ein Sand­kas­ten­den­ken, das die Span­nung großer Stra­te­gien und den Auf­wand großer Ver­net­zun­gen nicht mehr erträgt.
Den­je­ni­gen, die das besser wissen müss­ten und einmal im Auf­wind großer Gefüh­le ums Ganze gekämpft haben, kann man hier nur einen Verrat dieses Ziels unter­stel­len. Sie haben frei­wil­lig das Ziel aus den Augen ver­lo­ren. Wie eine Mann­schaft, deren Schiff keine Koor­di­na­ten mehr hat und die als ein­zi­ges Ziel sieht, die Kon­trol­le über „ihr Deck“ zu halten. Wie ein Batail­lon, das jede Stra­te­gie auf­ge­ge­ben hat und in sinn­lo­sem Drill nur mehr die Kon­trol­le über „ihren (Kasernen)Block“ behal­ten will. Das „mein Block“-Dasein ist ein sinn­lo­ses Dasein. Sinn kommt vom alt­deut­schen „sinan“. Es heißt auf dem Weg sein. Der Sinn ver­weist auf ein Ziel. Man ist immer auf dem Weg wohin und wenn es nur ein Teil­ziel ist. Die Bande in ihrem Block ist keine Bewe­gung in einer Front­stadt. Sie hat jedes Ziel und damit jeden Sinn ver­lo­ren. Das Gefühl dieser Sinn­lo­sig­keit schürt die Depres­si­on, die Apa­thie und gleich­zei­tig die auf­stau­en­de Ver­zweif­lung, die sich in immer ver­rück­te­ren, ter­ro­ris­ti­schen Schü­ben ent­lädt.
Selbst wenn man es fertig bringt, „seinen Block“ zu „kon­trol­lie­ren“, den ein­zi­gen Gewinn, den es bräch­te, wäre die Erkennt­nis, dass damit für das eigent­li­che Ziel nichts erreicht ist. Und auch die „Herr­schaft“ über ein paar Häu­ser­zei­len, die sich in „besitz­be­an­spru­chen­den“ Pla­ka­ten und „raum­er­grei­fen­den“ Sti­ckern, sowie einer Hand­voll abruf­be­rei­ter, geschei­ter­ter Exis­ten­zen äußert, ist trü­ge­risch. Denn der „mein Block“-Fetisch der Rest­ban­den des NW ist eine dop­pel­te Nach­äf­fung, eine Kopie einer Kopie. Das „Ori­gi­nal“ von dem er sich unbe­wusst ablei­tet, wird er aber nie­mals errei­chen können. Warum, soll in den nächs­ten beiden Kapi­teln erklärt werden.

3.1 Die Kopien: Antifa & NW

Wie bereits im ersten Drit­tel unse­res Auf­sat­zes erwähnt, stammt dieses Bande&Block-Denken, das über den Antifa-Stil auch ins natio­na­le Lager ein­drang, letzt­lich dem Anar­chis­mus.
Dieser ist eine radi­kal anti­staat­li­che Spiel­art des Mar­xis­mus, in der der blinde Hass auf Ord­nung, Hier­ar­chie, Elite und Herr­schaft so radi­kal ist, dass er sogar die eigene Bewe­gung infi­ziert.
Anar­chis­ten ver­su­chen auch ihre eige­nen Struk­tu­ren herr­schafts­frei und dezen­tral zu halten. Keine zen­tra­le Pla­nung, keine lang­fris­ti­ge Orga­ni­sa­ti­on, keine koor­di­nier­ten Stütz­punk­te, statt­des­sen lose Kom­mu­nen, hor­den­ar­ti­ge Sym­pa­thi­san­ten­krei­se und dif­fu­se, direk­te Mob-Aktio­nen.

Als Begrün­dung dafür muss oft die „totale Über­wa­chung“ her­hal­ten. Das west­li­che System wird, leicht puber­tär und bemüht zu einem „Poli­zei­staat“ und „Empire“ hoch­sti­li­siert, gegen den nur mehr van­da­lis­ti­scher Terror mög­lich wäre.  Der wahre Grund dafür, dass die Anar­chis­ten als Väter des Ter­ro­ris­mus gelten können, ist aber der, dass sie mit ihrer Unfä­hig­keit sich fest­zu­le­gen und zu orga­ni­sie­ren, auch eine Unfä­hig­keit, den zen­tra­len Feind zu orten, ver­ei­nen.

Wäh­rend Strö­mun­gen wie die Anti­deut­schen mit einem gewis­sen, fast schon „Iden­ti­tä­ren“ Instinkt (der sich leider in einer neu­ro­tisch­ma­so­chis­ti­schen Hyperiden­ti­fi­ka­ti­on mit Israel äußert), im Islam den zu bestim­men­den Haupt­feind orten und ver­mehrt bekämp­fen, blei­ben die Anar­chos abso­lut diffus, oder ver­lie­ren sich uni­ver­si­tär in tra­gi­ko­mi­sche „Anti‑, Anti‑, Anti-Wort­ket­ten“, die am Ende als „Gesamt­scheisze“ zusam­men­ge­fasst werden.
Wie kämpft man gegen die „Gesamt­scheisze“, wenn einem nicht gerade ein erlö­sen­der „Nazi­auf­marsch“ die Feind­be­stim­mungs­fra­ge und inner­lin­ke Debat­te tem­po­rär abnimmt?

Mit der streu­en­den Gesamt­wir­kung des Ter­rors. Sym­bo­li­siert durch die belie­bi­ge Bombe, die Poli­zis­ten, Ziv­lis­ten, Kapi­ta­lis­ten, Den­tis­ten und Flo­ris­ten glei­cher­ma­ßen trifft, gehen die Anar­cho-Anti­fas mit nie­der­schwel­li­gem Terror belie­big gegen Infra­struk­tur­ve­hi­kel vor. Vor allem geht es gegen den Ver­kehr und die Bau­pro­je­te der moder­nen Metro­po­len, in denen man den Ner­ven­strang des Empi­res sieht. Dem genann­ten „Unsicht­ba­ren Komi­tee“ nahe­ste­hen­de Auto­no­me ver­such­ten einen Anschlag auf den fran­zö­si­schen TGV mit­tels Haken­kral­len. Ein „Hekla-Emp­fangs­ko­mi­tee“ ver­such­te sich am selben Unter­neh­men in Berlin. Alles in allem erreich­te und erreicht dieser Van­da­len-Ter­ro­ris­mus nichts. Er wirkt wie der kapri­zier­te, intel­lek­tua­lis­ti­sche Akti­vis­mus bür­ger­li­cher Traum­tän­zer. Lenins Diktum vom Anar­chis­ten als „umge­stülp­ten Bour­geois“ behält zeit­los recht.


Die Wei­ge­rung der Auto­no­men, die Macht­struk­tur der Gesell­schaft zu ana­ly­sie­ren, die eige­nen Ziele, frei von Dogmen, neu zu reflek­tie­ren und dann den Haupt­feind zu bestim­men, den man in einem geord­ne­ten und geziel­ten Kampf nie­der­ringt, äußerst sich in schmis­si­gen Theo­rie­fet­zen einer “Trash-Phi­lo­so­phie”, welche die Theo­rie ersetzt. Der „all­ge­mei­ne Auf­stand“ wird als Mythos beschwo­ren. Man ist selbst so sehr vom Ega­li­ta­ris­mus des Libe­ra­lis­mus geblen­det und „deter­ri­to­ria­li­siert“, dass man zu einer klaren Ana­ly­se unfä­hig ist. Das kaschiert man mit Retho­rik und Designs, die in ihren fal­schen, markt­schreie­ri­schen Ver­spre­chun­gen dem moder­nen Mar­ke­ting nach­emp­fun­den sind. „Feuer, Flamme und Revo­lu­ti­on“ wird „der Herr­schaft“ geschwo­ren. Das Ergeb­nis wirkt wie eine trau­ri­ge Nach­ah­mung von „Pro­jekt Chaos“ aus Fight Club. Sie würden gerne so cool sein wie Tyler Durden — werden sie aber nicht.

All das kennen wir auch zur Genüge aus den Ban­den­res­ten des NW und es ist kein Wunder, dass er mit Neid auf die Antifa blickt, die mit dem Kon­zept von Bande&Block zumin­dest zahl­rei­cher und inten­si­ver schei­tert.

Tat­säch­lich liegt eine gewis­se Wahr­heit in der Sehn­sucht nach Block und Bande, die im NW und der Antifa, also allen „extre­men“ und pseudo-oppo­si­tio­nel­len Grup­pen, gras­siert. Beide ver­eint die Erfah­rung des Schei­terns, beim Ver­such, die 2. und 3. poli­ti­sche Theo­rie im real exis­tiern­den Libe­ra­lis­mus wie­der­zu­be­le­ben. Beide pen­del­ten sich nach ver­geb­li­chen Ver­su­chen der zen­tra­len Orga­ni­sa­ti­on, der unter­grün­di­schen Armee-Frak­tio­nen, der freien K‑Gruppen und K‑meradschaften, auf dem begrenz­ten Hori­zont des „eige­nen Blocks“ ein. Man wird damit zum begrenz­ten, kal­ku­lier­ba­ren Risiko und findet eine Nische im System. Aber die  wird „kon­trol­liert“, wie sich der BaBo-Nazi stolz in die Brust wirft.
Man ist wie ein Fürst, dessen Land erobert wurde und dem der fremde Tyrann gnädig gewährt, sich auf sein Wald­schloss zurück­zu­zie­hen, dessen klei­nen Park man mit den 4 letz­ten Gar­de­sol­da­ten „kon­trol­lie­ren“ darf. Man „herrscht“ — aber über ein klei­nen, her­me­tisch abge­schlos­se­nen Raum.

Je mehr man sich mit ihm iden­ti­fi­ziert, desto mehr neu­tra­li­siert man sich politisch.

Der Grund, warum die 2. und 3. poli­ti­sche Theo­rie sich unauf­halt­sam auf dieses Niveau hin­un­ter­schraub­ten, liegt in ihrer Unfä­hig­keit ‚die ent­schei­den­de Frage und Front unse­rer Zeit anzu­spre­chen. Es ist der Kampf gegen den Uni­ver­sa­lis­mus und für die eth­no­kul­tu­rel­le Iden­ti­tät. Die Revol­te des Daseins und der Auf­stand der Kul­tu­ren gegen das Gestell des Libe­ra­lis­mus.
Nur eine Kritik, die Ras­sis­mus, Mul­ti­kul­ti, Chau­vi­nis­mus, Ver­mi­schung, Glo­ba­li­sie­rung, Aus­beu­tung, Mas­sen­ein­wan­de­rung, sexu­el­le Objek­ti­fi­zie­rung und Zer­stö­rung der Fami­li­en, Invi­dua­lis­mus und Kol­lek­ti­vis­mus glei­cher­ma­ßen radi­kal atta­ckiert, ist in der Lage die revo­lu­tio­nä­re, aber kom­plex­be­la­de­ne Masse mit zu reißen.

Dieser Geist des Auf­stan­des und die Hoff­nung auf eine Wende lebt heute nur in iden­ti­tä­ren Kreisen 

und dem ambi­va­len­ten Lager der 4. poli­ti­schen Theo­rie. Sie allein haben die Chance, das Ende der Geschich­te und die post­mo­der­ne Zer­set­zung aller Dinge, die ewige Repe­ti­ti­on des Immer­glei­chen zu durch­bre­chen und ein neues unbe­schrie­be­nes Blatt auf­zu­schla­gen.

Daher sind auch nur sie theo­re­tisch in der Lage im Namen dieses Geis­tes einen poli­ti­schen Willen und einen stra­te­gi­schen Weg zu ent­wi­ckeln, also damit seinen SINN zu stif­ten.

Alle ande­ren poli­ti­schen Lager ver­kom­men in der Sinn­lo­sig­keit, im Ree­nact­ment und im blin­den „Mein Block“-Denken. Der Block ist die kleins­te, über­schau­ba­re (vor)politische Ein­heit in der man, ohne einer leben­di­gen (also vier­ten) poli­ti­schen Theo­rie und einem mobi­li­sie­ren­den Mythos, dem „Empire“ irgend­wie Wider­stand leis­ten kann. Das bewei­sen der Antifa und dem NW jene No-Go-Areas, die sie in ihrem Block&Bande-Denken eigent­lich beneiden.

3.2 Im Migran­ten­ghet­to: Das Ori­gi­nal:

Wenn die Antifa vom „all­ge­mei­nen Auf­stand“ träumt, wenn NWler von „natio­nal befrei­ten Zonen“ fan­ta­sie­ren, dann ist das, was sie eigent­lich im Auge haben, das Migran­ten­ghet­to, das dank Mul­ti­kul­ti in allen euro­päi­schen Metro­po­len wächst.

Was in den Ban­lieus, was in London und Ams­ter­dam geschah und jeder­zeit wieder gesche­hen kann- das ist ein spon­ta­ner Auf­stand mili­tan­ter Massen, nicht die immer sel­te­ne­ren, mühsam orga­ni­sier­ten „Spon­tan­de­mos“ und Antifa-riots von einer aus­ster­ben­den Sekte spe­zia­li­sier­ter Berufs­ak­ti­vis­ten.
Was in den isla­mi­schen Hin­ter­hö­fen, in den von Clans beherrsch­ten sozia­len Wohn­bau­ten, mit Gemein­schafts­kü­che, pri­va­ten Kin­der­gär­ten, in dem Netz­werk aus Kebab­bu­den, Inter­net­ca­fés und Wett­bü­ros wächst, ist eine ECHTE Gegen­kul­tur, nicht etwa die exal­tier­ten Sub­kul­tu­ren von Antifa und NW, die sich im Markt der Pop­kul­tur ein­zu­rei­hen ver­su­chen.
Und das, was, wenn ein Poli­zei­au­to ins Vier­tel fährt, aus dem arbeits­lo­sen Däm­mer­schlaf erwacht und in weni­gen Minu­ten aus Shisha-Bars, Gemü­se­lä­den, Innen­hö­fen und Woh­nun­gen quillt — das ist echte Stadt­teil­kon­trol­le. Nicht etwa die paar immer­glei­chen Dau­er­ak­tivs­ten die man erst mühsam orga­ni­sie­ren muss, wenn ein „Antifa“ oder ein „Nazi“ im eige­nen Revier auf­kreuzt – vor­aus­ge­setzt natür­lich sie sind nicht gerade in der Vor­le­sung, oder beim Essen mit ihren Eltern, die ihnen die Woh­nung im Szene-Vier­tel finan­zie­ren.

Die No-Go-Areas, die Migran­ten auf­ge­baut haben, sind wirk­lich schwar­ze Fle­cken auf der poli­ti­schen Land­kar­te des Libe­ra­lis­mus. In seinem Inne­ren wächst an vielen Stel­len eine Terra Inco­gni­ta, in der das Herz einer Wüs­ten­re­li­gi­on schlägt. Das beun­ru­higt ihn. Noch lange könnte er zwar mit der Armee die Auf­stän­de nie­der­schla­gen, doch ihm ist bewusst, dass sich  in diesen schwar­zen Löchern das bio­lo­gi­sche Saft­zen­trum seiner Bevöl­ke­rung befin­det. Wenn er heute alle jungen Männer ver­haf­tet, wach­sen in einem Jahr hun­der­te neue heran, die er noch weiter aus seinem System, aus „der Gesell­schaft“ iso­liert hat. Die Wand des Schwei­gens, die den ermit­teln­den Poli­zis­ten vom spie­len­den Kind bis zum zahn­lo­sen Greis ent­ge­gen­schlägt, wird durch die eth­ni­sche Bruch­li­nie und die Sprach­bar­rie­re zum unüber­wind­li­chen Hin­der­nis, das tau­sen­de Antifa- und NW-Rechts­schu­lun­gen nicht her­stel­len können.
Hier sind die Agen­ten des libe­ra­len Sys­tems wirk­lich im „enemy ter­ri­to­ry“. Hier ver­schwen­det die Jugend auch keine Ener­gien daran „gegen das System“ vor­zu­ge­hen. Ihre Rebel­li­on ist ihre schlich­te, mas­sen­haf­te, ziel­lo­se Exis­tenz, ihr stum­mes, gäh­nen­des Pre­ka­ri­at, in dem sie vor sich Hin­däm­mern, wie ein Raub­tier im Halb­schat­ten eines Baumes: jeder­zeit bereit auf­zu­sprin­gen und die Kral­len zu zeigen, wenn der Staat nicht mehr bereit ist, das wuchern­de Ghetto mit Trans­fer­leis­tun­gen zu ali­men­tie­ren.

Teil­wei­se hat der Libe­ra­lis­mus diese echte Block­ho­heit der Migran­ten recht­lich aner­kannt. In Eng­land gibt es eine sozi­al­de­mo­kra­tisch geför­der­te Kol­la­bo­ra­ti­on zwi­schen der roten Partei und den isla­mi­schen Ghetto-Clan­chefs, was Ver­tei­lung der Gelder und Gerichts­bar­keit betrifft, die man fast nur mehr als „Teil­au­to­no­mie“ bezeich­nen kann. (Dafür sind der Partei die Stim­men des Ghet­tos gesi­chert, mit denen sie dem Unter­gang der eng­li­schen Demo­kra­tie und des eng­li­schen Volkes wenigs­tens mit einer satten Mehr­heit zuse­hen kann.)

Die Migran­ten­ghet­tos leis­ten, ganz ohne eine poli­ti­sche Theo­rie, ohne Bewe­gung und Partei zu sein, allein durch ihre bio­lo­gi­sche und kul­tu­rel­le Vita­li­tät dem libe­ra­len Empire Wider­stand. Ja sie begin­nen gerade, es ernst­haft zu zer­set­zen und befin­den sich in einer stil­len Offen­si­ve, einem heim­li­chen Auf­marsch, der unauf­halt­sam scheint. An diesem Ende steht aber kein „all­ge­mei­ner Auf­stand“ der „mul­ti­tu­de“, kein anar­cho-rous­se­auis­ti­sches Idyll ega­li­tä­rer Frau­en­ban­den und liber­tä­rer Les­ben­nes­ter, son­dern ein isla­mi­sches Kali­fat. Der poli­ti­sche Islam kommt als Angriffs­mo­dus der migran­ti­schen Gegen­kul­tur zu ihrem für sich schon unbe­sieg­ba­ren Ghet­to­wachs­tum noch hinzu. Er gibt ihnen den über­na­tio­na­len Kitt, er schafft eine inter­na­tio­na­le Bewe­gung, er malt die poli­ti­sche Gegen­vi­si­on zum ver­hass­ten west­li­chen Libe­ra­lis­mus: Scha­ria und Kali­fat.

DAS ist eine erfolg­rei­che Block- und Ban­den­stra­te­gie, die dem Libe­ra­lis­mus tat­säch­lich Sorgen berei­tet und auf die er sich seit mehr als einem Jarhzehnt immer ner­vö­ser mit spe­zi­el­len Armee- und Poli­zei­trai­nings vor­be­rei­tet. Das ist der „kom­men­de Auf­stand“, die kom­men­de Front und nicht die lächer­li­chen, puber­tä­ren Ban­den­fan­ta­sien ver­spreng­ter Alt-Universalisten.

Das ist das Ori­gi­nal, das NW und Antifa völlig ver­geb­lich kopie­ren. Es geht nicht um coole Pla­ka­te, Kapu­zen­pull­over, Mol­lies, Steine und vegane Dach­gär­ten. Es geht nicht um stil­vol­le Zen­tren, Stra­ßen­kunst und tren­di­ge Logos und Frisuren.

Es geht um Frucht­bar­keit, um Fami­li­en, um Kin­der­scha­ren, um lie­ben­de Mütter, Haus­frau­en, die im Innen­hof die nächs­te Hoch­zeit arran­gie­ren, um alte Patri­ar­chen, denen die jungen Gangs­ter­rap­per­ka­na­cken die Hand küssen, um Kin­der­ban­den, die sich an aben­teu­er­li­chen Som­mer­aben­den im Krieg um den Spiel­platz üben.
Das ist das Herz des Ghet­tos, das ist sein Puls. Die Fami­li­en, die Clans, die Netz­wer­ke.
Das Leben im Stamm und im Ghetto geht einen eige­nen Weg. Es hat einen dämm­ri­gen Rhyth­mus, der einen umfängt und auf eine Schwin­gung bringt, die alles zu einer sanf­ten, flie­ßen­den Ein­heit macht. Man ist nie allein, man ist immer ein­ge­wo­ben. In den isla­mi­schen Jah­res­kreis, in das Netz der Fami­li­en, in Onkel Alis Kebab­bu­de in Cousin Murats Lie­fer­ser­vice. Das Leben ist vor­be­stimmt, aber man kann auch gar nicht schei­tern. Man wird gelei­tet, beglei­tet, auf­ge­fan­gen, mit­ge­tra­gen. Für Apa­thie, Ver­ein­sa­mung, Depres­si­on, fürs ein­sa­me Auf­kra­chen in der ersten eige­nen Woh­nung ist gar keine Zeit und kein Raum im Ghetto.
Man ist nie allein. Man hat nichts für sich. Alles ist im Fami­li­en­be­sitz und rotiert juris­tisch hin und her. Gegen das gehei­me  Gesamt­hand­ei­gen­tum des Clans hat der libe­ra­le Sozi­al­staat keine Chance. Fünf­fach, zehn­fach wird abkas­siert. Man könnte es ja auch so machen — wenn man Teil eines Clans wäre. Der Islam schafft eine mythi­sche Welt, gibt Sinn, Zufrie­den­heit, Geset­ze und Regeln, setzt auch der Herr­schaft der Patri­ar­chen sanfte, ethi­schen Gren­zen. Und morgen ist wieder eine Hoch­zeit zu der alle ein­ge­la­den sind. Man ist kein Indi­vi­du­um, man ist Teil eines grö­ße­ren Ganzen, einer Horde, eines Schwarms. Das Ghetto ist archa­isch.

All das können die Block-Banden Imi­ta­te von NW und Antifa nie­mals leis­ten. Es sind zuletzt Kunst­pro­jek­te und mühsam zusam­men­ge­zo­ge­ne, in Klein­st­ar­beit kon­stru­ier­te tem­po­rä­re Kon­stel­la­tio­nen, die ganz schnell zer­rei­ßen, wenn Aus­stieg, Job, Stu­di­um, Freun­din, etc. die zen­tra­le WG gesprengt hat. Trotz all der gemein­sa­men Aktio­nen, Sauf­aben­de, vega­nen Koch­aben­de, polit­frei­en Film­aben­de; trotz all der poli­ti­schen Treue­schwü­re ist am Ende jeder für sich allein, auf sich selbst gestellt. Er hat sein eige­nes Konto, seine eigene Fami­lie, die irgend­wo in einer ande­ren Stadt auf seine Fei­er­tags­be­su­che wartet — und darauf, dass er end­lich „ver­nünf­tig“ wird und sich auf die Kar­rie­re kon­zen­triert, was er dann meis­tens am Ende auch tut.
Die lächer­li­chen „Herr­schafts­be­wei­se“ im eige­nen Kiez rich­ten sich meis­tens nur je gegen Nazis oder Anti­fas, also die ver­fein­de­te poli­ti­sche Sekte. Gegen andere hätte man auch keine Chance. Es ist wie unsicht­ba­rer, für die Masse irrele­van­ter Pri­vat­krieg der z.B. von Finken und Spat­zen um die Brot­kru­men der Cafes geführt wird. Er findet auf einer Ebene statt die keiner mehr ver­steht und die keinen inter­es­siert. „Die spin­nen eben die Extre­mis­ten“.
Die „Herr­schaft“ über den eige­nen „Block“ von­sei­ten der Antifa und des NW ist ent­kernt und kraft­los. Sie ist eine Pose, die von Poli­zei, Armee aber auch Migran­ten­gangs jeder­zeit „weg­ge­räumt“ werden könnte. Die weni­gen zen­tra­len, hoch­ge­schul­ten, eli­tä­ren Akti­vis­ten, meist Ein­zel­kin­der bür­ger­li­cher Fami­li­en, sind, würde man sie in einer Razzia alle ein­buch­ten, auf Jahre hinaus uner­setz­bar. Die „Block­kon­trol­le“ ist ein Selbst­be­trug. Er wird auch nur bei der Antifa weit­räu­mig gedul­det. Tat­säch­lich kon­trol­lie­ren NW und Antifa ihre Revie­re, wie ein Knast­bru­der seine Zelle oder im besten Fall seinen Zel­len­block „kon­troll­liert“. Wenn er den Mund hält und alles im Block bleibt, lassen die Wärter ihn in Ruhe, es gibt Fern­se­hen und Essen. Wenn aber weiter Unruhe gesät, oder gar ein Aus­bruch­ver­such unter­nom­men wird, stür­men die Wärter die Zellen, es setzt Knüp­pel, Was­ser­wer­fer und Nah­rungs­ent­zug.
Die Blocks und Banden von NW und Antifa sind eine bür­ger­li­che Atti­tü­de, eine Spiel­wie­se für bla­sier­te, ent­täusch­te, ziel- und sinn­lo­se, meist tief ver­zwei­fel­te Men­schen.

Es fehlt die Kraft der Bio­lo­gie, der Fami­lie, der Frauen, der Kinder, der Alten, des Glau­bens, des gemein­sa­men Eigen­tums. Ihr fehlt auch der nie enden­de Geld­fluss durch Sozi­al­hil­fe und Klein­kri­mi­na­li­tät. Und vor allem fehlt die Natür­lich­keit der Sippe in der all das zusam­men­hängt. Kein noch so ehr­gei­zi­ges, alter­na­ti­ves, idea­lis­ti­sches Was­tedum­ping-WG-Hart­zIV-Selbst­ver­sor­ger­pro­jekt kann künst­lich die Kraft her­stel­len, die sich heim­lich, wach­send und dro­hend in den Migran­ten­ghet­tos sam­melt.

Das Block-und Banden-Denken ist für die ent­wur­zel­ten, aber natio­na­lis­ti­schen jungen Migran­ten nur natür­lich. Sie suchen instink­tiv eine Iden­ti­tät, die Her­kunft auf „Blut und Boden“ auf­baut und die sie in der Libe­ra­lis­ti­schen Party-Welt, im Ver­fas­sungs­pa­trio­tis­mus der FdGO nicht finden können. Ihr „Blut“, das ist ihre eth­ni­sche Gang, die „Bluts­brü­d­az“ ihr Boden, das ist eben ihr Block den sie auch tat­säch­lich voll­kom­men beherr­schen. Es ist der gesün­des­te und logischs­te Kurz­schluss für ihr iden­ti­tä­res Bedürf­nis. Es bleibt ihnen gar keine andere Wahl als sich in eth­ni­schen Blö­cken zu sam­meln wenn sie nicht im Libe­ra­lis­mus auf­ge­hen wollen. Das gelingt ihnen mit für sie her­vor­ra­gen­dem und für uns atem­be­rau­ben­dem Erfolg. Ihre Ghet­tos sind die pul­sie­ren­den Lebens­zo­nen in einer Gesell­schaft des Todes.

Ganz anders macht sich aber das Block-Banden denken für eth­ni­sche Deut­sche und Euro­pä­er aus. Es ist für sie ein tota­ler Rück­schritt, ein geis­ti­ger Bank­rott und eine pein­li­che Nach­äf­fung der Migran­ten, die ganz gemäß der Demo­gra­phie auch in der Jugend­kul­tur füh­rend werden.
Zuge­spitzt gesagt: Der Block ersetzt als Iden­ti­fi­ka­ti­on das Volk.… Was für ein Abstieg!
Es ist ein Rück­fall auf ein Nichts, eine wort­ge­wal­ti­ge, „stil­vol­le“ Resi­gna­ti­on. „Return your Revolt into Style“ ist die trau­ri­ge Wahr­heit des gesam­ten, pseu­do­mi­li­tan­ten, hyper­ex­tre­men Block-und-Banden-Wahns. Es ist eine reine, hohle, tem­po­rä­re Pose, eine wir­kungs­lo­se Volte die der BaBo-Nazi gegen ein Gebir­ge schleu­dert.
Was bleibt uns noch? Was ist der Ausweg? Was bleibt uns, wenn uns der Weg des Frei­raums, des Ghet­tos durch unsere demo­gra­phi­sche Schwä­che und durch das Fehlen aller fami­liä­rer Werte ver­sagt bleibt? Wenn alle Ver­su­che im Rahmen der 3. poli­ti­schen Theo­rie Par­tei­en, Bewe­gun­gen und Freie Grup­pen zu orga­ni­sie­ren es nicht schaff­ten, das Herz des Volkes zu gewin­nen und daher unbe­ach­tet von der Repres­si­on weg­ge­räumt wurden?
Schon Micha­el Kühnen schrieb wei­land voll ohn­mäch­ti­ger Wut über das Volk:

„Er sieht nicht, daß Orga­ni­sa­tio­nen wie die ANS, die nicht ver­bo­ten sind, den­noch stän­dig behin­dert und ter­ro­ri­siert werden, bis es dann schließ­lich zur Explo­si­on kommt, wie am  22.7.78, als die Sturm­trup­pe der ANS einen Ver­samm­lungs­ort vier­zig Minu­ten lang gegen  eine Hun­dert­schaft Poli­zei hielt! All das sieht er nicht, der bun­des­deut­sche Michel, es  inter­es­siert ihn auch nicht und trotz­dem.“
Trotz­dem was? Trotz­dem „stil­voll untergehen“?

All jenen, denen das, was sie hier gele­sen haben immer schon irgend­wie klar war, denen bewusst ist, dass der gesam­te „Wider­stand“ eine Geschich­te des Schei­terns, des Rück­zu­ges, des „trial and errors“ war, ist längst bewusst worum es geht.
Die 3. poli­ti­sche Theo­rie, der NW, der NS und alles was damit zusam­men­hängt, müssen ster­ben, damit der Weg frei wird für eine echte, reine, unbe­las­te­te und neue Bewe­gung. Nur sie könnte noch, wie oben ange­deu­tet, da kri­tisch-revo­lu­tio­nä­re Poten­ti­al in allen Völ­kern Euro­pas wecken, anstatt den gor­di­schen Knoten von Selbst­hass und Mul­ti­kul­ti, Anti­Hit­ler und Pro­Hit­ler noch enger zu ziehen.

Die Inten­ti­on aller kri­ti­schen Wellen, so unsere Ver­mu­tung war immer eine Iden­ti­tä­re. Wie ein Tiel das in einer Zelle ein­ge­schlos­sen ist, ver­such­ten die Insas­sen des natio­na­len Szene-Gefäng­nis fie­ber­haft alles was inner­halb des NS-Rah­mens ver­än­dert werden konnte zu ver­än­dern. Der Grund war das Bewusst­sein, dass mit dem NS, das Ziel, das Volk zu retten nicht erreich­bar war. Jahr­zehn­te brauch­te es, bis auch in die Köpfe von akti­ven Kräfte vor­drang, dass die Gleich­set­zung von Erhalt des Eige­nen mit Chau­vi­nis­mus, von der Bewah­rung der eth­ni­schen Gemein­schaft mit Ras­sis­mus, dem Erhalt der euro­päi­schen Völker und natio­na­lis­tisch-revan­chis­ti­sche Bru­der­krie­gen letzt­lich eine Waffe des Sys­tems war und ist. Diese Gleich­set­zung ist ein Fetisch, eine Lüge die nur von Sub­kul­tu­rel­lem Sze­nen­den­ken erhal­ten wird. Der NS Sekten-Rahmen in dessen engen Gren­zen alles ver­sucht wurde iso­lier­te unbe­wuss­te Iden­ti­tä­re seit Jahrz­en­ten vom Volk und ket­te­te sie an gestör­te Aso­zia­le und Minus­men­schen. Das war und ist vom System, von Antifa, Medien, Poli­tik und Wirt­schaft gewollt. In diesem Sek­ten­ge­fäng­nis ent­sor­gen sie alle Idea­lis­ten die ihnen gefähr­lich werden könn­ten.

Die 3 wellen der Kritik waren unbe­wuss­te Aus­bruchs­ver­su­che. Unbe­wusst weil eine wahre Erkennt­nis der iden­ti­tä­ren zheo­re­ti­sche Grund­la­ge vom NS-Fetisch ver­dun­kelt wurde. Wäh­rend die 1. Phase noch kon­se­quent für eine NS-Lega­li­sie­rung kämpf­te weil sie Heimat und NS total gleich­setz­te, verlor sich dieses Ziel in der 2. Phase in der dif­fu­sen Belie­big­keit der “freien” Kräfte, zu einem unre­flek­tier­ten, von idio­ti­schen Tag‑X Mythen umwaber­ten “gegen das System” Denken.
In der 3. Phase ver­such­te man eine echte Neu­ori­en­tie­rung, schuf einen neuen Stil, der den zer­split­ter­ten Grup­pen nach langem wieder eine Ein­heit gab und wandte sich in der Volks­tod Kampan­ge im Grunde nur der Frage unse­res Aus­ster­bens zu. Die Inten­ti­on hinter dieser Kritik war klar das Bewusst­sein des Schei­terns des NS-Fetisch, der Gest­rig­keit und Neben­säch­lich­keit der NS/­Kriegs-Themen und der Wunsch end­lich frei und offen nur über die zen­tra­len Fragen der Iden­ti­tät zu spre­chen. Diese Inten­ti­on kämpf­te gegen die Feig­heit und Faul­heit, die hin­der­te den letz­ten Wall des Szene-Gefäng­nis­ses zu über­win­den: die NS-Ideo­lo­gie und der Bezug auf “natio­na­len Sozia­lis­mus”, der eine reine pro­vo­kan­te Wort­hül­se ist.
Aus REINER Szene-Tra­di­ti­on und ver­bohr­ter Ver­här­tung blieb man dem “NS” treu.
Das war ein Verrat an der Inten­ti­on die eigent­lich zur 2.Kritikwelle und 3.Phase geführt hatte. Man hatte Angst weiter zu gehen, und ohne den NS-Dogmen in die Belie­big­keit zu ver­fal­len, wie es eini­gen ANs gesche­hen war, die ins über natio­nal­re­vo­lu­tio­nä­re Lügen ins Antifa Lager abglit­ten.
Erst eine echte, neue Erar­bei­tung der Fun­da­men­te eines iden­ti­tä­rem und patrio­ti­schen Welt­bil­des, über die Quel­len der neuen Rech­ten und der Kon­ser­va­ti­ven Revo­lu­ti­on, gab einer klei­nen Avant­gar­de (zu der wir den Funken zählen) Kraft und Selbst­be­wusst­sein, eine neue Bewe­gung außer­halb des NS-Lagers zu grün­den und sich scharf von diesem abzu­gren­zen.  Das Volk, die Heimat, das eigene Land, Erhalt der Fami­lie, der Kultur, der ger­ma­ni­sche Geist und der Geist Euro­pas sind in Wirk­lich­keit in unse­rem, im iden­ti­tä­ren Lager. Die Iden­ti­tä­re Kritik als 3. Welle, von inner­halb und außer­halb des “natio­na­len Lagers”, ist der geis­tes­ge­schicht­li­che Abschluss einer tra­gi­schen Ver­schmel­zung von NS/Faschismus und dem Eth­nisch-Völ­ki­schen. Sie fand im letz­ten Jahr­hun­dert in ganz Europa statt und über­trug Grund­ideen der Moder­ne und des Uni­ver­sa­lis­mus auf die Gemein­schaft der Nation. Radi­ka­le Abwer­tung des Ande­ren, Aus­er­wählt­heits­wahn fana­ti­sche Fort­schritts­ideen, totale Mobil­ma­chung etc. führ­ten zu einer Ver­schmel­zung von Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus Chau­vi­nis­mus, Bel­li­zis­mus mit der eige­nen eth­no­kul­tu­rel­len Iden­ti­tät.
Diese Mischung ist es, die heute den Erhalt des Eige­nen zum “mora­lisch Bösen” macht und den Völ­kern Euro­pas eine Rück­kehr zu einer par­ti­ku­la­ren eth­no­zen­tri­schen Moral geis­tig unmög­lich macht.
Erst die Auf­lö­sung dieser Mischung kann wieder einen gesun­den Bezug zum Eige­nen schaf­fen, den Schuld­kult über­win­den, den Ega­li­ta­ris­mus ent­zau­bern, den Eth­no­ma­so­chis­mus kurie­ren, und den Zorn der Massen in einer echte patrio­ti­schen Bewe­gung leiten (statt ihn von Aus­weich­be­we­gun­gen wie  der Islam­kri­tik auf­sau­gen zu lassen).
Das ist die seins­ge­schicht­li­che Auf­ga­be einer iden­ti­tä­ren Kritik, die nie­mals an eine Bewe­gung gebun­den ist, son­dern in den Herzen all derer lebt, denen die Gemein­schaft und der Sieg wich­ti­ger ist als der Eigen­fe­tisch.
Sie ist, auch im Geiste  man­cher BaBo Nazis im Kampf mit ihrer Feig­heit und ihrer Angst, den Schritt ins Unge­wis­se, Neue und Freie zu machen.
Doch wer heute zurück­bleibt, wer die ver­kürz­te 2. Welle der Kritik nicht kon­se­quent wei­ter­fürht, wer es sich in der NS-Zelle gemüt­lich macht und in der “Mein Block — Knast­gang” seine Erfül­lung sucht, verrät seine Volk in der Stunde der höchs­ten Not. Das ist hart aber es muss gesagt werden.

Denn nur diese neue Idee und Strö­mung hat das Poten­ti­al sich eine neue Stra­te­gie zu erar­bei­ten, die alle Schlüs­se aus dem Schei­tern von NS und Antifa zieht und das wahre Ziel erreicht: Das Herz des Volkes  gewin­nen.
Wir haben dazu eine klare Vor­stel­lung und eine klare Vision, die wir in der kom­men­den Zeit hier am Funken ent­fal­ten wollen und deren Auf­takt eine iden­ti­tä­re Gegen­po­si­ti­on  zum Block und Banden Denken sein wird. Der Text mit dem Titel: „Die Bewe­gung im Kampf um die Stadt“ liegt bereits vor und wird bald exklu­siv hier erschei­nen. Es geht, wie der Titel sagt, um die Frage, wie eine iden­ti­tä­re Recon­quis­ta kon­kret aus­se­hen kann und wie die meta­po­li­ti­sche und poli­ti­sche Stra­te­gie einer 4. poli­ti­schen Theo­rie aus­se­hen kann und warum wir trotz allem immer noch ein Chance haben. Um aller­dings die werten Leser nicht noch mehr zu stra­pa­zie­ren und weil bei einem Blog­ar­ti­kel bei 18 Seiten end­lich mal Schluss sein muss, werden wir ihm einen eige­nen, neuen Bei­trag widmen.



Diese Grafik war dem Arti­kel 2014 beigefügt